Alle Maßnahmen nach der Geburt, hängen vom Zustand des Kindes ab. Einige Frühgeborene brauchen nach
der Geburt evtl. nur etwas Sauerstoff, eine Magensonde oder eine venöse Infusionsnadel.
Andere, die einen schlechteren Start haben, brauchen Atemunterstützung oder eine komplette Beatmung evtl.
auch Medikamente über einen Nabelvenen-oder Arterienkatheter.
Das wichtigste ist jedoch, das das Frühchen nicht auskühlt.
Wichtig für die Zukunft eines Frühchens sind die ersten 72 Std. Entstehung von Hirnschäden und tödliche
Komplikationen sind in dieser Phase sehr hoch.
Die Aufrechterhaltung der Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxid über die Lunge und
Kreislaufstabilisierung stehen hierbei im Vordergrund. Die kleinste Abweichung entscheidet über ein weiteres
Schicksal des Frühgeborenen.
Kontollen laufen in Form von Blut-und Urinuntersuchungen.
Weiterhin werden die Vitalzeichen ( Herz,Atmung und Sauerstoff im Blut ) über Elektroden gemessen.
Wird ein Frühchen nun beatmet dann bekommt es einen Kunststoffschlauch ( Tubus) durch die Nase über
Rachen und Kehlkopf in die Luftröhre eingeführt. Nun kann dem Kind über einenBeutel oder einer Maschine
kontinuierlich Luft zugeführt werden. Auch das absaugen von Schleim aus den Bronchien ist hierüber möglich.
Bevor dieses aber geschieht ,bekommt das Kind vor der Intubation Medikamente, damit es keinen Stress oder
Schmerzen erleiden muss.
Desweiteren werden dem Kind Infusionskanülen -oder Katheter gelegt. Diese bestehen aus Kunststoff.
Entweder legt man sie in die Vene oder zentral dh. in der großen Hohlvene vor dem Herzen ( ZVK).
Dieser kann bis zu mehren Wochen liegen bleiben. Das Kind wird so weniger gestochen.
Dirkt nach der Geburt bieten sich die Blutgefäße der Nabelschnur an, da sie sehr weit offen sind und keine
Einstiche erfordern. Der Nabelarterienkatheter ist genial zur Überwachung des Blutdruckes und zur Sauer-
stoffüberwachung.Auch Blutproben können hierüber entnommen werden,ohne das Kind zu stechen.
Bei einem intensivenbehandelten Frühchen können zunehmende Besserung gefolgt sein von plötzlicher
Verschlechterung. Man sollte die Hoffnung trotzdem niemals aufgeben.
Viele Frühchen haben nach der Beatmung oft noch Atempausen, meist verbunden mit Abfällen der Herzfrequenz
und der Sauerstoffsättigung. Diese nennt man Apnoe-Bradycardie-Syndrom. Solange dieser Zustand sehr
häufig oder schwer sind, bleibt das Kind im Intensivbereich, da mit einem Wiederbeginn der Beatmung gerechnet
werden muss.
Durch atemanregende Medikamente gelingt es meist die Atmung soweit anzuregen, das keine mechanische
Hilfe mehr nötig ist.
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